Warum zur Hebamme?

Hebammen sind als Fachexpertinnen für Schwangerschaft, natürliche Geburt und Wochenbett spezifisch für die Mutterschaftsbetreuung ausgebildet. Bei gesund verlaufenden Schwangerschaften und Geburten erbringen Hebammen eine qualitativ hochwertige Dienstleistung mit hoher Zufriedenheit der Schwangeren und einer niedrigen Anzahl medizinischer Eingriffe unter der Geburt.

 

Ganzheitlicher Blick

Die Hebammenkunst versteht Schwangerschaft, natürliche Geburt und Wochenbett als gesunde Lebensprozesse. Sie ist geprägt von Wissen und Gewissen, Einfühlsamkeit und intuitiver Wachsamkeit. Hebammen gehen unter allen Umständen auf die psychologischen, physischen, emotionalen und spirituellen Bedürfnisse der betreuten Frau ein (vgl. Internationaler Hebammenkodex).

Die Fachausbildung einer Hebamme berücksichtigt nebst modernster hebammenwissenschaftlicher und medizinischer Erkenntnisse auch traditionelles Heilwissen. So können wir ergänzend aus dem „Schatzkästlein der Natur“ schöpfen und setzen neben bewährten Hausmitteln auch alternative Therapieformen wie Homöopathie, Akupunktur, Craniosacraltherapie, Fussreflexzonenmassage oder Aromatherapie ein.

Dieser ganzheitliche Blick öffnet die Tür zu einer empathischen und partnerschaftlichen Betreuung, welche Sie auf allen Ebenen stärkt und beim Start ins Familienleben oft noch lange positiv nachklingt. Mehr über unser Leitbild und unsere Philosophie erfahren Sie hier.

Ausgezeichnete Ergebnisse

Unsere eigenen Statistiken aus dem Geburtshaus wie auch zahlreiche internationale Studien bestätigen:

  • Hebammen erbringen in der Gruppe der gesund verlaufenden Schwangerschaften und Geburten eine qualitativ hochwertige Dienstleistung.
  • Von Hebammen betreute Schwangere sind sehr zufrieden.
  • Unter der Geburt ist die Anzahl medizinischer Eingriffe niedrig.
  • Es gibt weniger Verlegungen von Neugeborenen auf die Neonatologie.
  • Die Ergebnisse der Hebammenbetreuung bezüglich des Gesundheitszustandes von Mutter und Kind sind im Vergleich mit der Betreuung durch medizinische Geburtshelfer/-innen nachweislich gleich gut, wenn nicht sogar besser. In England empfiehlt das National Institute of Health and Care Excellence (NICE) seit 2014 ausdrücklich die Betreuung in hebammengeleiteten Modellen.
Quellen:
  • Internationale Studien zur Qualität der Hebammenbetreuung, zitiert auf S. 22 von: Kaiserschnittgeburten in der Schweiz: Synthese wissenschaftlicher Analysen. Grundlagenbericht zur Beantwortung des Postulates Maury Pasquier (08.3935), Bern, 27. Februar 2013.
  • Innovationen in der ambulanten Grundversorgung durch vermehrten Einbezug nichtärztlicher Berufsleute. Neuenburg: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium; 2007.
  • OECD. Health at a Glance 2011. OECD Indicators. Paris, 2011.
  • Khan-Neelofur D, Gülmezoglu M, Villar J. Who should provide routine antenatal care for lowrisk women, and how often? A systematic review of randomised controlled trials. Paediatric and Perinatal Epidemiology; 1998.
  • https://www.nice.org.uk/news/press-and-media/midwife-care-during-labour-safest-women-straightforward-pregnancies (NICE-Medieninformation vom 3.12.2014)

 

Von der WHO aus guten Gründen empfohlen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt gesunden Schwangeren, sich für Schwangerschaftskontrollen an Hebammen zu wenden. Die Empfehlung der WHO-Experten basiert auf obigen Studienergebnissen und berücksichtigt folgende Erkenntnisse:

      1. Im Schnitt sind neun von zehn Schwangeren gesund.
      2. Alle Kontrolluntersuchungen während einer gesunden Schwangerschaft können von Hebammen kompetent abgedeckt werden.
      3. Die kontinuierliche Betreuung durch eine Hebamme bestärkt die werdende Mutter physisch und emotional. Die betreuten Frauen sind mit dem Geburtserlebnis zufriedener, es sind weniger Interventionen nötig, die Gesundheit von Mutter und Kind wird langfristig gefördert.
      4. Hebammen können Risiken und einen möglicherweise pathologischen d.h. krankhaften Verlauf der Schwangerschaft mit hoher Zuverlässigkeit erkennen und verweisen die Frau in diesem Fall für weiterführende Abklärungen an Spezialisten.
      5. Die Betreuung durch Hebammen senkt die Kosten für das Gesundheitswesen, weil Interventionen und damit auch Folgekomplikationen seltener sind.
      6. In Ländern, in denen Hebammen in der Schwangerschaftsvorsorge federführend sind und das Betreuungssystem eine gute Zusammenarbeit mit Frauenärztinnen und Frauenärzten fördert, wird das Fachwissen der beiden Berufsgruppen zielgerichtet und damit kosteneffizient genutzt:  Hebammen betreuen alle Schwangerschaften mit zu erwartendem physiologischem d.h. gesundem Verlauf, während Fachärztinnen und Fachärzte die ca. 10-15% Risiko-Schwangerschaften betreuen.
Quelle:
  • WHO, Care in Normal Birth: A Practical Guide (1996), s. http://www.who.int/maternal_child_adolescent/documents/who_frh_msm_9624/en/

Schwanger? Von Anfang an zur Hebamme

In vielen Ländern vereinbaren Frauen nach einem positiven Schwangerschaftstest ganz selbstverständlich einen Termin bei der Hebamme (z.B. wie Holland, Neuseeland, Grossbritannien oder auch Skandinavien). Hebammenkontrollen stehen dort wie von der WHO empfohlen im Zentrum der Mutterschaftsbegleitung und sind während der gesamten Schwangerschaft der Normalfall.

Als Geburtshaus engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Partnern dafür, dass auch Schwangere in der Schweiz Zugang zu einer frauenzentrierten und ganzheitlichen Mutterschaftsbetreuung erhalten. So fördern wir die Gesundheit von Müttern und Kindern und entlasten das Gesundheitswesen.

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