Rückbildung

Erste Übungen zur Rückbildung zeigen wir Ihnen bereits im Wochenbett. Neben der körperlichen Ebene kümmern wir uns bei einer Geburtsreise auch um Ihr emotionales Wohlbefinden.

 

Rückbildung ist „Zeit für mich“

Im Alltag der Mutter steht ganz klar das Baby im Zentrum; sie wird an allen Fronten gefordert und ist dabei emotional oft sehr eng mit ihrem Kind verbunden. Bei der Rückbildung möchten wir Sie dazu ermuntern, sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen, weiterhin achtsam zu bleiben für Ihre eigenen Bedürfnisse und Ihren Körper mit sanften Übungen gezielt zu stärken.

Ein achtsamer und liebevoller Umgang mit sich selbst ermöglicht es Ihnen, Kraft zu tanken und Ihrer Mutter- bzw. Elternrolle mit möglichst viel Gelassenheit gerecht zu werden. Studien belegen, dass gestresste Eltern mit hohen Ansprüchen an die eigene Perfektion dem Kind keinen Gefallen erweisen: Stress spiegelt sich stets auch beim Kind und hat entsprechende negative Auswirkungen.

Hingegen schadet es keinem Kind, wenn die Mutter bzw. Eltern gut für sich selbst sorgen, um danach mit frisch aufgeladenen Batterien wieder für ihr Kleines da zu sein.

 

Schwerpunkte der Rückbildung

Bei der Rückbildung setzen wir auf den folgenden drei Ebenen an:

Statik

Die Haltung verändert sich, sobald der Bauch wieder weg ist… Hinzu kommt eine andere statische Belastung des Bewegungsapparates, weil das Baby nun auf dem Arm getragen wird. Mit gezielten Stärkungsübungen fördern wir eine gesunde Haltung sowie rückenschonende Bewegungen.

Beckenboden

Nach der Schwangerschaft und der natürlichen Geburt ist der Beckenboden hormonell sowie mechanisch bedingt gelockert. Die Rückbildungsübungen sorgen für eine achtsame, bewusste Schliessung des Geburtsweges und beugen bei regelmässigem Training möglichen Spätfolgen wirksam vor (v.a. Inkontinenz).

Nach einer vaginalen Geburt ist eine lustvolle und erfüllte Sexualität übrigens weiterhin problemlos möglich; die Mär vom Verlust der sexuellen Empfindungsfähigkeit dürfen Sie getrost überhören. Einige Paare erleben diesbezüglich sogar neue Höhenflüge!

Wobei realistische Erwartungen hilfreich sind, denn die sexuelle Lust rückt in der ersten turbulenten Elternzeit nicht selten in den Hintergrund:

„In den ersten Monaten der Mutterschaft ist die ganze Aufmerksamkeit der Frau auf die neue Aufgabe ausgerichtet, sie muss sich neu orientieren und neue Prioritäten setzen. Das nächtliche Aufstehen, das Stillen und das permanente Gefordertsein zehren an ihren Kräften und lassen sie schnell ermüden. So verschiebt sich ihre Rolle für einige Zeit von der Geliebten zur Mutter.“

Quelle: Auf den Schwingen weiblicher Sexualität, S. 134, von Doris Christinger, Piper Verlag GmbH, 10. Auflage 2009

Emotionale Verarbeitung

Schwangerschaft und Geburt nochmals Revue passieren lassen, das Erlebte verarbeiten und abschliessen – auch dies trägt zum guten Gelingen des Übergangs in die Mutterschaft bei.

Gerne nehmen wir Sie mit auf eine meditative Geburtsreise und begleiten Sie einfühlsam beim nochmaligen Durchleben Ihres ganz persönlichen Geburtserlebnisses.